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OLG im Harz bei DM-Lang erfolgreich

Das vergangene OL-Wochenende im Harz war ein Fest für Orientierungsläufer mit Leib und Seele. Zu sehen waren unterschiedlichste Gebiete und starke Einzelleistungen sowie die gewohnten Namen ganz oben auf dem Podest.

Eine kleine Gruppe der Orientierungslaufgemeinschaft (OLG) Siegerland hatte sich auch auf den Weg gemacht in die beiden Städte im Ostharz, Blankenburg und Halberstadt. Und wie so oft konnten auch erfreuliche Ergebnisse erzielt werden:

Monika Depta wurde am Sonntag deutsche Vizemeisterin in der Altersklasse D 50. Nach einem für sie unsicheren und nicht guten Lauf durch das Felsenland um und auf die Burg und Festung Regenstein erreichte sie dennoch mit knapp zwei Minuten Rückstand Platz 2. Ehemann Peter Depta wurde in seiner Altersklasse H 55 Fünfter in einem großen und stark besetzten Läuferfeld.

Zunächst bestand für die ca. 930 Teilnehmer die Aufgabe darin, möglichst schnell durch den offenen und auch teilweise sehr feingliedrigen Nadelwald zu kommen, ohne die Orientierung zu den vereinzelten Stein- und Felsposten zu verlieren. Weiterhin musste in den unterschiedlichsten Felsbändern sauber orientiert werden. Gegen Ende führten die Bahnen dann hinauf auf das Burgareal, in welches durch einen Tunnel eingelaufen wurde.

Den Auftakt bildete ein Lauf zur Deutschen Park Tour am Samstagnachmittag in Blankenburg. Für knapp 600 Teilnehmer ging es zunächst durch die historische Altstadt, in welcher die Orientierung durch künstliche Straßensperren und die Öffnung von mehreren Durchgängen erschwert wurde. Auf vielen Sprintbahnen mussten zahlreiche Höhenmeter bis zum Schloss Blankenburg absolviert werden, bevor es dann im letzten Teil der Strecke durch den schnell belaufbaren Schlosspark, den Berggarten oder Fasanengarten hinab in Richtung Schlosshotel Blankenburg ging, wo die Zielarena aufgebaut war. Dort wurde Monika Depta in ihrer Altersklasse D 45 Erste.

Zum Deutschland-Cup und Schüler-Cup, einem Staffelwettbewerb am Tag der Deutschen Einheit reiste der gesamte Tross dann nach Halberstadt. In den Spiegelsbergen galt es auf einer relativ kleinen Karte die Höhenformationen stetig im Auge zu behalten sowie die korrekten Posten zu lochen. Die Sichtbarkeit und die Belaufbarkeit des Geländes waren immer wieder durch Unterbewuchs stärker eingeschränkt. Die Staffel der OLG kam nicht in die Wertung, weil ein Teilnehmer verletzt aufgeben musste.
Die Ergebnisse der Siegerländer Orientierungsläufer:

Sprint: Monika Depta (TuS Fellinghausen), 1. D 45; Alexandra Wanner (TV Büschergrund), 25. D 55; Peter Depta (TuS Fellinghausen), 17. H 55; Nikolaj Wanner (TV Büschergrund), 42. H 55; Joachim Menn (TV Allenbach), 22. H 65
Deutsche Meisterschaft Langdistanz: Natalie Menn (TSG Helberhausen), 16. Damen Elite; Monika Depta (TuS Fellinghausen), 2. D 50; Alexandra Wanner (TV Büschergrund), 16. D 60; Peter Depta (TuS Fellinghausen), 5. H 55; Ryszard Karski (TuS Fellinghausen), 36 H 55; Nikolaj Wanner (TV Büschergrund), 10. H 60; Joachim Menn (TV Allenbach), 29. H 65

Foto: Monika und Peter Depta (OLG Siegerland, TuS Fellinghausen)

Felix Späth startet erneut bei der WM

Felix Späth beim Sichtungslauf (Foto: Sven Hommen)

Der Müsener Felix Späth vertritt die deutschen Farben erneut bei der Weltmeisterschaft. Anfang Juli findet in Tschechien nach einem Jahr Covid-19 bedingter Wettkampfpause wieder eine OL-WM statt. Vor Ort sogar, durch das entsprechende Hygienekonzept, mit einer begrenzten Anzahl an Zuschauern. Am Samstag, den dritten Juli wird die WM mit dem Einzelsprint eröffnet. Eine Woche lang misst sich die Weltelite in den Wäldern und Städten rund um den Zentralort Doksy.

Mit guten Leistungen in den Trainingslagern und bei der Europameisterschaft in der Schweiz konnte er sich für mehrere Einsätze empfehlen. Nach dem für alle Sportarten schwierigen Jahr ersten Pandemiejahr 2020 hatte der Wahlschwede im Mai schon bei der Europameisterschaft in der Schweiz (https://eoc2021.ch/) seine sehr gute Form aufblitzen lassen. Leider gelang es ihm in den Einzelläufen Sprint und Knockout-Sprint nicht die Leistung auf den Punkt abzurufen. In der noch jungen Diszipin Knockout-Sprint verhinderte nur ein O-technischer Fehler von Felix, dass er sich für das Finale qualifizieren konnte. Die Form passte. Im Einzelsprint erwischte er nicht immer die optimalen Routen. Dafür konnte er in der Mixed-Sprintstaffel, deren Start und Ziel im Fußballstadion von Neuchatel lag, einen guten Lauf abrufen.

Nach Vorbereitungseinheiten für den Weltcup in Nordschweden (Mitte August in Idre: https://www.idrefjallveckan.se/owc2021/) am Wochenende, gilt jetzt die volle Konzentration auf die anstehenden WM-Läufe. Felix wird in jedem Fall das folgende Programm absolvieren:

*Sprint am 3. Juli (Festung Theresienstadt)

*Sprintstaffel am 4. Juli (Doksy)

Für die Mitteldistanz am 6. Juli ist er als Ersatzläufer vorgesehen. Für die Wald-Staffel am 8. Juli ist er Mitglied des Staffelpools. Die Staffelläufer werden anhand der Leistungen bei den Einzelläufen nominiert.

In einigen Ländern (Schweden, Norwegen, Schweiz, Österreich, Finnland, Tschechien) werden die Wettkämpfe live im TV übertragen. In Deutschland können die Wettkämpfe über das IOF-Livecenter gebührenpflichtig via Internet mitverfolgt werden:(https://orienteering.sport/live/)

Wir drücken Felix und dem restlichen Team Deutschland die Daumen und freuen uns bei den Wettkämpfen mitfiebern zu können.