Labyrinth-OL beim Eichener Kindelsberglauf

Die OLG Siegerland hat mit Arne Fuchs (TSG Helberhausen) und Felix Späth (TuS Müsen) zum ersten Mal einen Labyrinth-OL bei einer Laufveranstaltung durchgeführt.
In einem Labyrinth wurde eine recht kurze OL-Bahn gelegt, in dem die Posten der Reihe nach anzulaufen waren.
Die beiden jungen Läufer hatten sich das Ziel gesetzt, den Orientierungslauf anderen Sportlern etwas näher zu bringen. Leider spielte das Wetter nicht mit, so dass nicht viele Athleten sich der Herausforderung stellten. Dennoch war es kein Misserfolg, resümierten beide. „Wir haben viel Aufmerksamkeit bekommen und wichtige Veranstaltungserfahrungen gesammelt. Und wer weiß: vielleicht sieht man den einen oder anderen schon bald bei unseren Stadt-/Park-Trainings.“
Jeweils um 14 Uhr geht es los, und zwar nicht im Wald, sondern in Park-, Schul- oder städtischem Gelände. Treffpunkt ist am 16.09.2017 in Büschergrund beim Parkplatz Schulzentrum, am 21.10.2017 beim Parkplatz Stadion Stählerwiese in Kreuztal und am 25.11.2017 in Hilchenbach-Dahlbruch an der evangelischen Kirche. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich, aber ein Kostenbeitrag von 3 € nötig.

Die Laufleistungen der beiden sollen nicht unerwähnt bleiben. Denn nebenbei lief Arne noch die 20km in 1:24,43 und wurde damit in seiner Altersklasse 2. und Felix die 10km in 35:50 und wurde damit 1. Des Weiteren waren noch Heike Fuchs (TSG Helberhausen) auf der Nordic Walking-Strecke und Torben Fuchs (ebenfalls von der TSG) auf der 5km-Strecke unterwegs.
Alle weiteren Ergebnisse sind auf http://www.bike-tec.com/results/2017/kin17ges.html#10km_ak zu finden.

Ausprobieren

Unter dem Motto „Ausprobieren!“ startet die Orientierungslaufgemeinschaft (OLG) Siegerland ein kleines Projekt, um den Orientierungslauf bekannter zu machen.

Bei drei Läufen der Rothaar-Laufserie, dem „Kindelsberglauf“ in Eichen am 09.09.17, dem Rothaar-Waldlauf in Aue-Wingeshausen am 07.10.17 und dem HauBerg-Lauf in Helberhausen am 28.10.17, bietet die OLG Siegerland einen Labyrinth-Orientierungslauf mit Infostand an.

Dabei können die Teilnehmer einmal mit einer Orientierungslaufkarte versuchen, in einem Labyrinth den vorgegebenen Kurs abzulaufen.

Des Weiteren bieten erfahrene Orientierungsläufer Hilfestellung und stehen für Fragen und Antworten zur Verfügung.

Höhen und Tiefen beim Weltcup in Lettland

Das Weltcup-Wochenende mit den Disziplinen Mittel, Staffel und Sprint liefen nicht ganz nach Felix Vorstellungen, dennoch gab es überraschende Ergebnisse.

Mitteldistanz

Bevor Felix Späth auf die Mitteldistanz startete, absolvierte er einen perfekten Vorbereitungslauf auf der „warm up map“, dem Gelände zum Aufwärmen. Dies stimmte ihn positiv auf den Wettkampf ein.

Trotzdem war es seine Taktik, ruhig in den Wettkampf zu starten und anschließend erst das Tempo zu erhöhen. Dies klappte auch gut, der Plan zum ersten Posten stand und wurde bis zum Absprungpunkt auch gut umgesetzt. Nur als es dann in das Tälchen zum Posten gehen sollte, wich er einem Grün aus und landete in einem Nebentälchen. Dass so etwas auf einer sicheren Route auch passieren konnte, war ihm fremd und er verlor dementsprechend Zeit.

Anschließend drückte er ordentlich aufs Tempo und wählte nur noch sichere Routen. Doch schon bei Posten 4 passierte das nächste Missgeschick. Vom Absprungpunkt aus überquerte er eine Schneise, die nicht auf der Karte eingezeichnet war. Normalerweise sollte nur unmittelbar nach dem Posten eine Schneise vorhanden sein. Da die nicht eingezeichnete Schneise recht früh kam, lief er zwar noch weiter, drehte aber um, als er weit und breit kein kleines Tälchen sehen konnte. Dementsprechend verlor er erneut Zeit. Im Nachhinein war er beim ersten Mal nur 20m vom Posten entfernt gewesen.

Mittlerweile wurde er natürlich aufgelaufen. Dies irritierte ihn aber nicht, da die Läufer um ihn herum laut Weltrangliste nicht viel besser waren. Felix schien wirklich in einer guten Form zu sein, so dass er seiner Konkurrenz wieder davonlaufen konnte. Dummerweise hatte Felix an diesem Tag kein Glück, so dass ihm noch ein weiterer großer Fehler, der eventuell aufs Kartenbild zurückzuführen war, passierte.

Am Ende waren es einfach zu viele Fehler, so dass es noch nicht einmal für eine Top-100-Platzierung reichte.

Staffel

Ausgerechnet in der Staffel, wo sich Felix nicht viel vorgenommen hatte und er in den letzten Wettkämpfen immer ganz knapp an einem Top-Lauf gescheitert war, lief es ausnahmsweise einmal richtig gut!

Startläufer Moritz Döllgast (TV Oberbexbach) kam mit einem mittelmäßigen Lauf als 32. ins Ziel. Felix konnte relativ schnell auf den vor ihm gestarteten Schweden aufschließen. Von da an war es ein Zweikampf, bei dem beide voneinander profitierten. Am Ende konnte er das Duell für sich entscheiden und somit sogar auf Position 18 liegend an Christoph Prunsche (TuS Lübbecke) übergeben. Dieser hatte an diesem Tag der starken Konkurrenz nichts entgegenzusetzen, so dass im Endeffekt ein 22. Platz und ein 13. Platz in der Nationenwertung herauskam.

Sprint

Vor allem jetzt wollte Felix sehr gern in das Sprint A-Finale einziehen. Dass dies sehr schwer werden würde, zeigte ein Blick in die Startliste seines Vorlaufs.

Felix begann die erste Hälfte akzeptabel, nur übersah er dann, wie schon bei der WM, einen Zaundurchgang und machte dementsprechend einen gehörigen Umweg. Es folgten eine Überholung durch den momentanen Juniorenweltmeister Olli Ojanaho und weitere kleine Fehler. Der Siegerländer verfehlte dadurch das A-Finale deutlich. Daher war die Enttäuschung riesig und die Motivation für das B-Finale sehr, sehr gering.

Demzufolge war auch die Vorbereitung nicht so wie üblich. Für den Lauf nahm er sich nur vor, bei der Routenwahl alle Mauer- und Zaunhindernisse doppelt auf Lücken zu checken, damit er bloß nicht wieder einen Durchgang verpasste.

Erstaunlicherweise kam er sehr gut über die Strecke, so dass er als bester Deutscher, mit nur wenig Rückstand auf die Spitze, auf den 11. Rang lief (Gesamt: 57. Platz), was zugleich sein bestes Weltcup-Sprint-Ergebnis bedeutete.

 

Felix fasst seine Erfahrungen in Lettland so zusammen:

„Ich bin mit meinem Staffellauf sehr zufrieden, da ich es endlich geschafft habe, den Anschluss an eine Spitzengruppe nicht zu verlieren. Auch mit meinem B-Finale bin ich eigentlich zufrieden. Es gab keine großen Fehler, konnte beim Laufen gut drücken und habe in den richtigen Momenten Zeit investiert. Aber es war mal wieder nur das B-Finale und ein schlechter Einzellauf auf der Mitteldistanz.
Ich habe einfach keine Lust mehr auf dumme Sprüche, Ausreden, warum was eventuell nicht geklappt hat, von internationaler Konkurrenz kaum Beachtung zu bekommen, Unterstellungen zu hören, zum Beispiel, dass Deutsche nicht orientieren können, frühes Verlassen der Quarantänezone und sich dabei fühlen, als ob man es nicht kann, und das Gefühl zu haben, nur die Startliste für Deutschland aufzufüllen.

Ich will mehr! Ich will einmal selbstständig durch das Gelände toben so wie ich es jetzt bei der Staffel gezeigt habe. Ich will einmal ins A-Finale und da auch nicht nur letzter werden. Manchmal weiß ich nicht, warum es noch nicht längst soweit ist. Ich hoffe aber, dass ich nun in meiner Heimat und anschließend in Schweden die richtige Unterstützung erhalte und die richtige harte Arbeit mache, um meinen Zielen etwas näher zu kommen oder sie sogar zu erreichen.“

Felix Späth qualifiziert sich auch für die 3. Welt- Cup Runde

Vom 25. bis zum 27. August wird im lettischen Cēsis, in der Nähe von Riga, in den Disziplinen Mittel, Staffel und Sprint um Welt Cup-Punkte gekämpft.

Bedingt durch seine guten WM-Ergebnisse darf sich Felix nun beim Welt Cup erneut mit der internationalen Spitze messen. Die Rennen sind dieses Mal besonders gut besetzt! Denn viele Athleten möchten schon einmal die Gelegenheit nutzen, in einem spezifischen WM-Gelände Erfahrungen zu sammeln.
Deshalb sind seine Ziele ganz klar! In der Mitteldistanz möchte er die Fehler möglichst gering halten, um so am Ende hoffentlich nah an den Welt Cup-Punkterängen zu sein.
In der Staffel wird er in eine ganz andere Rolle gesteckt als bisher. Bedingt durch seine Schnelligkeit durfte er die letzten Rennen immer an der ersten Position laufen. Diesmal läuft er für Deutschland 1 an Position 2. Der Bundestrainer begründet diese Aufstellung mit den Worten: Auch andere Athleten sollten einmal die Chance bekommen, auf internationaler Bühne auf anderen Positionen Erfahrungen zu sammeln. Zudem erhofft sich das Trainerteam, seine Athleten besser kennenzulernen und dementsprechend in Zukunft Entscheidungen besser fällen zu können. So wird er, wie auch schon in der Mitteldistanz versuchen, den Fokus auf seine O-Aufgaben zu legen und das Beste für das Team zu geben.
In der letzten Disziplin, dem Sprint, will er endlich den Sprung ins Finale schaffen. Dass er dies schaffen kann, hat er nicht zuletzt bei der WM in Estland gezeigt.

Der Verein wünscht Felix weiterhin eine gute Vorbereitung und VIEL ERFOLG in Lettland !!!

WM Staffel

Nachbericht
Am Abschluss der Orientierungslauf- WM stand die Staffel auf dem Programm.

Das deutsche Team mit Startläufer Felix Späth, Moritz D und Schlussläufer Bjarne Friedrichs fand es zwar unfair, dass die Staffel im selben Gelände wie die Mittel Distanz ausgerichtet wurde, dennoch wollten sie mit stabilen und kämpferischen Läufen den 17. Platz vom Vorjahr bestätigen oder sogar verbessern.
Des Weiteren war oberste Priorität, die Staffel nicht zu disqualifizieren oder anderweitig aus dem Rennen zunehmen, um nicht die Möglichkeit zu verpassen, in die zweite Division aufzusteigen. Dies würde bedeuten, dass das deutsche Herrenteam nächstes Jahr, in den Walddisziplinen zwei Startplätze zur Verfügung hätte.

Pünktlich um 13 Uhr starteten 32 Startläufer in den speziellen estnischen Wald. In dem Fall bedeutet dies diffuse Höhenstrukturen in einem nicht gut belaufbaren Wald.
Der siegerländer Orientierungsläufer startete gut und war von Beginn an mit vorne drin. Es gab zwar am Anfang ab und zu leichte Navigationsabweichungen, die ihn aber nicht aus dem Rennrhythmus brachten. So der Siegerländer nach dem Rennen.
Nach einiger Zeit merkte er, wie auch schon in der Sprintstaffel, dass er müde wird und er abreißen lassen muss. Die sogenannte Tempohärte fehlte dieses Jahr einfach. Als erstes ärgerte er sich natürlich etwas nur, als dann der Franzose und der Schwede an ihm vorbeizogen, machte er sich wieder Hoffnung. Doch dann kam der letzte Gabelposten. Er hatte sich wohl etwas zu sehr auf seine Gegner verlassen, so, dass er prompt einen Fehler machte. Felix wusste nach einiger Zeit dann gar nicht mehr wo er war und musste sogar aus dem Wald laufen. Nach sage und schreibe 3 Minuten fand er seinen Ausgangspunkt wieder und nach weiteren 2 Minuten seinen Kontrollpunkt. Den Rest der Strecke schaffte er dann auch noch. Im Ziel ärgerte er sich anfangs noch, aber als er sich dann seine Hand anschaute und der Verdacht auf Daumenbruch kam, hatte Felix ganz andere Sorgen.
Was die Zuschauer nämlich nicht wussten war, dass Felix auf dem Weg zu Posten 4 stürzte und sich dabei eine tiefe Schnittwunde in der linken Hand zuzog. Daraufhin musste er überwiegend die Karte nur mit einer Hand halten und noch darauf achten, dass ihm nicht noch weiteres Unheil passiert. Mit diesem Wissen ist Felix Anfangsleistung sogar etwas höher einzustufen.
Seine Staffelkameraden machten anschließend noch richtig gute Läufe, konnten aber bedingt durch den Anschlussverlust zu den anderen Staffeln nicht mehr aufschließen und vorne mit angreifen.
Am Ende ist das Team 17. geworden und konnte somit sein gutes Ergebnis von letztes Jahr bestätigen. Dennoch waren sie etwas unglücklich, da mehr drin gewesen wäre.

Auf Postenjagd beim Gillerbergfest

Im Rahmen des Gillerbergfestes 2017 richteten die Orientierungsläufer der OLG Siegerland die nordrhein-westfälischen Staffelmeisterschaften sowie einen Landesranglistenlauf aus.
Christian Henrich-Franke hatte als Kartenaufnehmer und -zeichner ausgesprochen schwierige und anspruchsvolle Bahnen gelegt, die einer Meisterschaft würdig waren und den Läufern aus Ostwestfalen, dem Ruhrgebiet, aber auch aus dem benachbarten Hessen alles abverlangte. Ging es bei den Staffelwettbewerben häufig steil bergan, waren am Sonntag beim Einzellauf die Strecken durchgehend etwas flacher und nicht so kraftraubend.
Erste Plätze erreichten die Staffeln der OLG Siegerland in den Altersklassen H 19 mit Arne Fuchs (TSG Helberhausen), Tobias Wolf (TuS Müsen) und Jens Stöwhaas (TV Büschergrund) und D 85 (gemeinsam mindestens 85 Jahre alt) mit Ulrike Setzer-Britwum (TuS Müsen) und Sabine Stötzel (TV Kredenbach-Lohe), sowie die Geschwister Natalia und Oksana Guskova bei den jüngsten Staffeln D14.
Beim Landesranglistenlauf am Sonntag wurde Oksana Guskova Erste bei den Mädchen ab 10 Jahren, Ulrike Setzer-Britwum Erste in der Altersklasse D 55, Sabine Stötzel Zweite in D 35, Götz Hofmann (TV Kredenbach-Lohe) Dritter in H 35, sowie Peter Nüs Dritter in H 65.
Dass Orientierungslauf so wie das Gillerbergfest selbst für jung und alt geeignet ist, zeigt die Statistik: Die jüngste Teilnehmerin war 10, der älteste Teilnehmer 83 Jahre alt. Beide schafften ihre Strecken und freuten sich über ihren Erfolg.

Bericht: Joachim Menn
Photos: Juliane Scheel, Pressebeauftragte des Siegerland-Turngau

Sprintstaffel

Estland, OL WM 2017
Die Sprintstaffel wurde dieses Jahr um die Burgruine in Viljandi ausgetragen. Das Gelände war bedingt durch seine steilen Hänge, Wald-, Park- und Dorf-Anteile sehr außergewöhnlich. Daher überraschte die Bahnanlage mit ihren Routenwahlen, steilen überquerbaren Hängen und den grob bis zu extremen feinorientirischen Aufgaben nicht.

Das Ziel war ganz klar! Das Deutsche Sprint- Staffel Team mit Felix Späth wollte unter die besten 20 Teams. Dies war eine große Herausforderung, da das letzte deutsche Team mit etwas besserer Besetzung gerade so auf den 17 Rang gekommen war.

Das deutsche Team lief mit der jungen Paula Starke eine hervorragende erste Strecke und übergab anschließend an Felix. Dieser konnte sich im Rennverlauf geschickt nach vorne arbeiten. Kurz vor Schluss entschied er sich bei einer Routenwahl aber leider für die Tram und nicht seine eigene Variante zulaufen. Dies als auch eine kleine Unsicherheit machte seine hart erkämpfte Aufholjagd leider wieder zunichte, so dass er am Ende als 18, knapp hinter den anderen Teams einlief.
Im Ziel sagte er: „Das war eines meiner härtesten Rennen, das ich jemals gelaufen bin! Die Hänge waren brutal!“ Er hätte aber alles gegeben, er war an einer Stelle sogar so kopfgrau, dass er kaum noch die Karte lesen konnte.
Dem 3. Staffelläufer Marvin Goericke unterliefen keine großen Fehler. Trotzdem konnte er leider die Lücke nicht mehr schließen.
Zum Schluss der Staffel lief Christiane Tröße ein beherztes Rennen und musste dabei noch aufpassen, dass sie von der angeflogenen Australierin nicht noch überholt wird.

Im Ende war das deutsche Team mega stolz auf ihre kämpferische Teamleistung, denn dies hatte ihnen den 19 Platz ermöglicht.