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Auf Postenjagd beim Gillerbergfest

Im Rahmen des Gillerbergfestes 2017 richteten die Orientierungsläufer der OLG Siegerland die nordrhein-westfälischen Staffelmeisterschaften sowie einen Landesranglistenlauf aus.
Christian Henrich-Franke hatte als Kartenaufnehmer und -zeichner ausgesprochen schwierige und anspruchsvolle Bahnen gelegt, die einer Meisterschaft würdig waren und den Läufern aus Ostwestfalen, dem Ruhrgebiet, aber auch aus dem benachbarten Hessen alles abverlangte. Ging es bei den Staffelwettbewerben häufig steil bergan, waren am Sonntag beim Einzellauf die Strecken durchgehend etwas flacher und nicht so kraftraubend.
Erste Plätze erreichten die Staffeln der OLG Siegerland in den Altersklassen H 19 mit Arne Fuchs (TSG Helberhausen), Tobias Wolf (TuS Müsen) und Jens Stöwhaas (TV Büschergrund) und D 85 (gemeinsam mindestens 85 Jahre alt) mit Ulrike Setzer-Britwum (TuS Müsen) und Sabine Stötzel (TV Kredenbach-Lohe), sowie die Geschwister Natalia und Oksana Guskova bei den jüngsten Staffeln D14.
Beim Landesranglistenlauf am Sonntag wurde Oksana Guskova Erste bei den Mädchen ab 10 Jahren, Ulrike Setzer-Britwum Erste in der Altersklasse D 55, Sabine Stötzel Zweite in D 35, Götz Hofmann (TV Kredenbach-Lohe) Dritter in H 35, sowie Peter Nüs Dritter in H 65.
Dass Orientierungslauf so wie das Gillerbergfest selbst für jung und alt geeignet ist, zeigt die Statistik: Die jüngste Teilnehmerin war 10, der älteste Teilnehmer 83 Jahre alt. Beide schafften ihre Strecken und freuten sich über ihren Erfolg.

Bericht: Joachim Menn
Photos: Juliane Scheel, Pressebeauftragte des Siegerland-Turngau

Sprintstaffel

Estland, OL WM 2017
Die Sprintstaffel wurde dieses Jahr um die Burgruine in Viljandi ausgetragen. Das Gelände war bedingt durch seine steilen Hänge, Wald-, Park- und Dorf-Anteile sehr außergewöhnlich. Daher überraschte die Bahnanlage mit ihren Routenwahlen, steilen überquerbaren Hängen und den grob bis zu extremen feinorientirischen Aufgaben nicht.

Das Ziel war ganz klar! Das Deutsche Sprint- Staffel Team mit Felix Späth wollte unter die besten 20 Teams. Dies war eine große Herausforderung, da das letzte deutsche Team mit etwas besserer Besetzung gerade so auf den 17 Rang gekommen war.

Das deutsche Team lief mit der jungen Paula Starke eine hervorragende erste Strecke und übergab anschließend an Felix. Dieser konnte sich im Rennverlauf geschickt nach vorne arbeiten. Kurz vor Schluss entschied er sich bei einer Routenwahl aber leider für die Tram und nicht seine eigene Variante zulaufen. Dies als auch eine kleine Unsicherheit machte seine hart erkämpfte Aufholjagd leider wieder zunichte, so dass er am Ende als 18, knapp hinter den anderen Teams einlief.
Im Ziel sagte er: „Das war eines meiner härtesten Rennen, das ich jemals gelaufen bin! Die Hänge waren brutal!“ Er hätte aber alles gegeben, er war an einer Stelle sogar so kopfgrau, dass er kaum noch die Karte lesen konnte.
Dem 3. Staffelläufer Marvin Goericke unterliefen keine großen Fehler. Trotzdem konnte er leider die Lücke nicht mehr schließen.
Zum Schluss der Staffel lief Christiane Tröße ein beherztes Rennen und musste dabei noch aufpassen, dass sie von der angeflogenen Australierin nicht noch überholt wird.

Im Ende war das deutsche Team mega stolz auf ihre kämpferische Teamleistung, denn dies hatte ihnen den 19 Platz ermöglicht.

  

Felix mit sehr guter Startstrecke bei WM Staffel…

…bis dann der letzte Gabelposten kam.

Felix Späth hat heute wieder gezeigt, dass Staffeln sein Ding sind und er auf der Startstrecke wirklich gut mithalten kann. Heute ging es allerdings über die Belastungsgrenze.
Bei der Arenapassage war er noch mit der Spitze unterwegs. Dann merkte er allerdings die fehlende Tempohärte und es kam wie es kommen musste. Die Lücke zur Spitze wurde immer größer und am letzten Gabelposten verlor er die Kontrolle, den Kontakt zur Führungsgruppe und gleich mehrere Minuten. Er schickte seinen Teamkollegen Moritz Döllgast  mit einem Rückstand von sechseinhalb Minuten auf die Strecke. Am Ende lief Schlussläufe Bjarne Friedrichs auf Rang 17 ein.

Als wäre der Fehler nicht ärgerlich genug ging es dann mit einer verletzten Hand direkt ins Krankenhaus zum Nähen einer Wunde.

Weitere Informationen zum Staffellauf hier und hier.